YI QI CONG MING WAN

YI QI CONG MING WAN – F14

Ich möchte vorstellen das Yi Qi Cong Ming Wan, die Pille, das Dekokt, das das Qi vermehrt und die Sinne schärft, die Pille zur Stärkung des Qis und zur Verbesserung des Seh- und Hörvermögens. Eine sehr alte Rezeptur, 1266 erstmalig im alten China beschrieben. Was ist die Aufgabe dieser Pille? Es tonisiert das Blut, tonisiert das Qi, befreit von Wind-Hitze, hebt das klare Yang-Qi nach oben, unterstützt die Augen, die Sehkraft, unterstützt die Ohren.

Die Zusammensetzung dieser Rezeptur: Als Leitdroge ist das Huang Qi, das Radix Astragali, unterstützt wird das von Melde-Arzneien, Chai Hu, dem Radix Bupleuri, Cortex Phillodendri, Ge Gen, dem Radix Puerariae. Gleichzeitig sind aber auch innere Mitte stützende Substanzen dabei, wie das Gan Cao.

Gucken wir uns die Rezeptur einmal im Genaueren an. Zum Tonisieren von Qi und Xue, von Qi und Blut das Huang Qi, das Radix Astragali, das Radix Ginseng americanae, das Yi Gin Sheng, und das Gan Cao als mildes Tonikum, das Radix Glycyrrhizae.

Zum Anheben, dass das klare Yang-Qi nach oben geht, dass Augen und Sehkraft unterstützt werden, Radix Bupleuri, das chinesische Hasenohr Chai Hu, das fructus victis Man Ying Zi, Huang Bai – Cortex Phillodendri, sowie das Ge Gen, das Radix Puariae.

Gucken wir uns die wichtigsten Substanzen dieses Dekokts einmal kurz an. Leitdroge Astragali – Huang Qi, süß, leicht warm, Qi auffüllend, Qi ergänzend, Wei-Qi stärkend, diuretisch, Eiter ableitend.

Radix Bupleuri als Meldearznei, das chinesische Hasenohr, was das Yang-Qi nach oben bringt, löst Jiao-Yang-Störungen, Fieber senkend und vor allen Dingen eher als Meldearznei dieser Rezeptur.

Das Gleiche gilt für das Ge Gen, das Radix Puariae, die Kopoubohnenwurzel, auch hier Oberflächen befreiend, Oberflächen öffnend, bringt Exantheme an die Oberfläche und fördert die Bildung von Säften.

Radix Ginsenge americanae, das Xi Yang Shen, der amerikanische Ginseng, leicht süß, kalt, Herz, Niere, Leber als Tropismus, stärkt das Herz-Qi und unterstützt die Bildung von Körperflüssigkeiten und belebt das Yin und leitet Hitze, leere Hitze aus.

Radix Paeoniae alba, die weiße Pfingstrose, Bai Shao Yao da als wichtige Substanz um Xue zu nähren, Blut zu nähren, Säfte aufzubauen und Mensis zu regulieren, Krämpfe zu lösen und als Puffer das Radix Ginseng, ein mildes Tonikum, das Süßholz. Befeuchtet, vermehrt das Qi und bewegt das Qi.

Wenn wir uns die Gesamtrezeptur angucken, dann haben wir die Qi tonisierende und Blut tonisierende Wirkung, und außerdem Ziel der Rezeptur, das klare Yang-Qi nach oben zu bringen, die Augen zu unterstützen und die Ohren zu unterstützen.

Also Symptome für die Indikation dieser Rezeptur wären Milz- und Magenschwäche, schwaches aufsteigendes Yang-Qi, chronische Erschöpfung, Tinnitus, Hörsturz, Ohrensausen, Hörminderung, Visusstörungen, verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit.

Der Zungenkörper blass, unter Umständen aufgrund des Magen-Milz-Mangels Zahnabdrücke, Zungenbelag oft normal, unter Umständen etwas vermehrt, je nachdem wie ausgeprägt die Magen-Milz-Schwäche ist, der Puls ist schlüpfrig, kraftlos, die Energie fehlt.

Anwendungsbeispiele für die Rezeptur wären Tinnitus, Hörsturz, Mittelohrentzündungen, Migräne, Kopfschmerzen, Drehschwindel, Vertigo, Nackenverspannungen, Visusstörungen, verschwommenes Sehen, Wahrnehmungsstörungen, Konzentrationsstörungen.

Bei ausgeprägtem Qi-Mangel würde man die Rezeptur mit der Variante 006, dem Ad Astragalus kombinieren, um das Huang Qi, was ja ohnehin in der Rezeptur erhalten ist, noch einmal zu unterstützen.